#DuFehlst

Mahnwache zum internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen

Seit 1990 sind in Deutschland mehr als 40.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen – durch Aufklärung, Angebote zur Risikominimierung und der Überlebenshilfe.

Am 21. Juli, dem Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen erinnern Eltern und Angehörige, Aids- und Drogenhilfen, Patientenorganisationen, Fachverbände,
Partner*innen, Freund*innen und solidarische Mitbürger*innen an die „Drogentoten“.

Andere Städte die Veranstaltungen durchführen findest Du hier
www.gedenktag21Juli.de

Mittwoch, 21.07.2021
17 Uhr
Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, 20099 Hamburg

Thomas Voss

Cannabis hat mir das Leben gerettet“, sagt der gelernte Elektromeister.

Nachdem Thomas nach einem Arbeitsunfall die übliche Tortur mit den gängigen Medikamenten miterlebt hatte und die Ärzte ihm nicht mehr helfen konnten, zog es ihn gen Süden.

Ich bin zum Sterben nach Afrika gefahren.“

Das Land und das marokkanische Haschisch haben ihm sein Leben wiedergegeben.

Wer sich auf Social Media mit Cannabis beschäftigt muss früher oder später über die Beiträge des leidenschaftlichen Handwerkers stolpern.

Und er kennt sich aus. Paragraphen haben es ihm angetan, denn genau hier hat er seine Angriffsfläche gefunden. Und angreifen, das tut er!

Wir freuen uns sehr über dieses Interview mit einem hochinteressanten Aktivisten.

Hanfverband Hamburg: Wie bist du zum ersten mal mit Cannabis in Berührung gekommen?

Thomas: Den ersten Kontakt zu Cannabis hatte ich mit 17 Jahren. Hab´s mit Freunden probiert, aber da ich zu dem Zeitpunkt Nichtraucher war, war das irgendwie nicht meins.

Hatte ein ziemliches Schwindelgefühl und wirre Gedanken. Das ist jetzt 30 Jahre her…

Hanfverband Hamburg: Hat sich dein Konsum im Laufe der Jahre verändert?

Thomas: Mein Konsum hat sich in der Form verändert, dass ich mir heute bewusster bin woher ich meine Medizin bekomme. Dass das all die Jahre aus den Coffeeshops nicht wirklich qualitativ geprüft war, darüber war ich mir früher nicht bewusst. Heute achte ich sehr auf Qualität und das bei gleichbleibender Dosierung. Wenn es stärker ist nehme ich weniger, wenn es schwächer ist nehme ich mehr. Das ist ja eigentlich nur eine Dosierungssache. Die Menge hat sich nicht geändert und die Zeiten auch nicht. Ich rauche abends und dann ist das gut.

Hanfverband Hamburg: Hattest du in Bezug auf Cannabis schon Probleme mit dem Gesetz?

Thomas: Diese Frage ist etwas verwirrend denn das Gesetz hat ein Problem mit mir! Ich bin berechtigter Schmerzpatient und ich lasse mir das von keinem in irgendeiner Form absprechen. Jeder medizinische Laie weiß, wenn er meine Röntgenbilder sieht, warum ich Cannabis nehme.

Man hat mich an der Grenze angehalten nachdem der Arzt mir gesagt hat „Ich verschreib´s dir nicht, hol´s dir in Holland.“ Das ist eine ärztliche Anweisung.

Vor Gericht war ich wegen 5g nachdem ich an der Grenze angehalten wurde. Daraus haben die dann bei der Verhandlung 8g gemacht. Eigentlich hatten die nichts, ich hab mir das alles angeguckt. Jetzt machen die bei allem eine KBA – Auswertung, aber ob das Sinn macht…das macht eigentlich alles noch teurer und schwachsinniger!

Hanfverband Hamburg: Was hat dich dazu bewegt, aktiv zu werden?

Thomas: Am 12. Dezember 2019 war der bewaffnete Raubüberfall. Die Jungs kamen an mit nem nicht unterschriebenen Beschluss der auch noch zwei Monate alt war. Dann hab ich denen gesagt, dass ich meine Rechte kenne und hab die aufgeklärt, dass sie dabei sind einen Grundrechtebruch zu begehen.

Die Nachbarn hatten mich angezeigt weil ich meine Medizin selber hergestellt habe. Das hat die auf den Plan gerufen. Und da ich da eine große Halle hatte und die Hälfte der Halle beheizt war, weil ich zu dem Zeitpunkt da drin gewohnt habe, dachten die, als sie mit ihren Drohnen da drüber geflogen sind „Jackpot“.

Die Polizei war mit sieben Leuten da, von denen ich aber nur drei zu Gesicht bekommen habe. Die anderen sind dann in meiner Abwesenheit in meine Halle gegangen, haben meine Autos durchsucht, haben meine Wohnräume durchsucht und haben dann im Endeffekt in der riesigen Halle einen 15 Quadratmeter großen Raum gefunden. Und da drin waren zwei Zelte. 2m² Medizin in dem isolierten Raum..

Also die Behandlung von der Polizei und von den Gerichten, so wie ich das bis jetzt erfahren habe, die war human. Wie soll ich sagen..? Ich habe keine Probleme mit denen. Die sehen ja auch alles in meinen Lebenslauf, meinem Background. Aber die können da nichts gegen sagen. Jeder einzelne würde sich vielleicht hinstellen und das verteidigen, aber in so´nem aufgerufenen Apparat in dem sie unterstehen und Befehle befolgen müssen bekommen sie die Zähne nicht auseinander.

Und dabei helfe ich denen!

Hanfverband Hamburg: Auf welche Art engagierst du dich für die Legalisierung von Cannabis?

Thomas: Initialzündung war der 12. Dezember 2019. Ich habe auch vorher schon immer aktiv zum Thema Cannabis geschrieben, mein Hauptaugenmerk lag aber auf Afrika.

Ich bin hier weggefahren, war dann ein paar Wochen unten und bin erst im Frühjahr wiedergekommen. Immer wenn die Knochen angefangen haben wehzutun habe ich mich in die Sonne begeben. So wie die Vögel. Wie ein Zugvogel bin ich in Richtung Süden gefahren.

Am 12. 12. war dann der Raubüberfall von der Polizei. Unprofessionell, dilettantisch, unvorbereitet, undokumentiert. Die haben nichts wirklich aufgeschrieben. Die haben alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Und dann haben die eine Menge gefunden….ich lach die aus! Das ist totaler Blödsinn! Da ist überhaupt nichts, was man mir im Sinne einer Straftat ankreiden kann.

Ich habe mir die Frage gestellt, wenn die das so mit mir machen, wie wirkt das dann auf jemanden, der wesentlich jünger ist? Diese ganze Show, die die da abziehen ist der Wahnsinn! Das ist völlig überzogen! Und unsere Politiker tun so, als ob sie das nicht sehen, oder gucken bewusst weg…

Naja, ich sage mal, die Mischpoke, die können wir aufmischen. Und das mache ich!

Jedes mal wenn ich Post von den Behörden bekommen in der Paragraphen drinstehen, lese ich mir durch was die von mir wollen und suche dann in den Paragraphen, oder den umliegenden nach den passenden Gegenargumenten. Und da die Prohibition ausschließlich auf Lügen basiert, ist das bei jedem einzelnen Prozess ein einfaches Unterfangen. Das Problem dabei ist nur die Gesamtansicht, also Cannabis als Verbrechen irgendwie durch die Hintertür durch das BtmG einzuschleusen und dann zu sagen, wir haben das trivial geschätzt und das überall…deine Medizin ist also auch trivial geschätzt, das bedeutet CDU Gras ist deine Medizin…

Die können mich mal kreuzweise! Das ist Irrsinn!!

Ich bin jetzt mit meinem Führerschein durch das Bundesverfassungsgericht durchgeknallt, also, der ist da durchgegangen. Die hätten das an den EuGH abgeben müssen, denn da gibt es ne Pflicht, wenn sie keine nationale Lösung finden.

Das war in Prinzip schon die deutsche Kapitulation. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass keiner mehr Handhabe hat. Also wenn jemand sagt, mir stünde der Rechtsweg offen, dann kann ich beweisen, dass das nicht so ist. Aber es geht ja nicht um mich, sondern es geht darum, dass die das einfach mal stofflich prüfen! Als Angeklagtem steht mir das zu. Je mehr Mist die mir schreiben, desto mehr Hebelpunkte hab ich die aus dem Rennen zu schmeißen. Jeder Schuss ein Treffer!

Ab dem 13.12.2019 ist meine Freundesliste auf Facebook von 70 auf 4500 hochgeschossen und alles hat etwas mit Cannabis zu tun. Jetzt bin ich halt in einer Bubble drin und fühle mich da auch ganz wohl, weil die Leute..wie soll ich das sagen, haben alle ihre eigene Welt aber die Haben alle ein Verständnis dafür, dass das was hier gerade läuft eine riesige Sauerei ist. Politiker haben einen Ethikrat, die haben Berater und Wissenschaftler und sagen, wir schätzen trivial seit 1973. Das haben die in nem Interview gebracht noch vor dem „Brokkoli – TÜV“. Also der „Brokkoli – TÜV, das war die Meldung an die UN. Mit dieser Meldung haben die dafür gestimmt, dass Cannabis aus Kategorie 4 in Kategorie 1 sinkt. Das heißt, es steht jetzt neben leichten Opiaten. Ich verstehe diese Vorgehensweise nicht! Entweder die sind blind, oder machen die Augen zu und hören nicht, denn die werden permanent angeschrieben. Die können nicht sagen, die hätten irgendein Internetkonto und da werden die Kommentare täglich gelöscht, oder so. Also die sind in Kenntnis! Und wenn ich die davon in Kenntnis setze, dann erzeuge ich im Internet (so sehe ich das, denn das ist ein Kommunikator) für die zukünftigen Generationen Leitfäden.

Ich finde das einfach nur krank was da abgeht! Und diese Ansichten, dass die nicht so von jedem vertreten werden, auch in der jetzigen Zeit nicht, das muss einfach wie ich es immer nenne aktenkundig gemacht werden. Ich mache das überall aktenkundig und dann können die nicht nach drei Jahren ankommen und sagen, „Wir hätten da noch was“. Das ist totaler Schwachsinn was da läuft.

Hanfverband Hamburg: Bist du Cannabis – Patient?

Thomas: Ja, ich bin Cannabis – Patient. Es gibt Atteste darüber, dass ich Cannabis nehme. Leider kann ich mir die Medizin nicht leisten und meine Krankenkasse entscheidet seit 2019 nichts übernehmen zu wollen. Ich hab die dann entscheiden lassen, habe meine eigene Medizin angebaut und fahre damit am besten. Ich habe mir das CBD in die Pflanzen eingekreutzt, habe jetzt also eine hybride Pflanze mit gleichmäßig CBD und THC. Das CBD schließt bei mir das „tipsy“ sein aus, oder auch die Vergesslichkeit. Ich kann weiterhin klare Gedanken fassen.

Also ich mache mir meine Medizin selber und ich nehme die auch nur selber. Und dann kommen die und sagen ich wäre kriminell… Da habe ich angefangen zu trommeln und da sind wir jetzt.

Hanfverband Hamburg: Wie hat Cannabis deine gesundheitliche Situation verbessert? Oder hat es das, auch ohne dass du Patient bist?

Thomas: Ich kann mich bewegen ohne dass mir gefühlt die Wirbelsäule auseinanderfällt!

Durch einen Arbeitsunfall habe ich drei gebrochene Halswirbel, also beim dritten, vierten und fünften wirbel sind mir die Wirbelkörper weggebrochen. Eine OP würde zu 75% Rollstuhl heißen. Vor 11 Jahren haben die mir gesagt, ich hätte noch 3 Jahre zu leben und mit den Schmerzen müsse ich leben…

Volles Programm, alles an Chemiekeule. Und jetzt mach ich das seit 8 Jahren mit Cannabis. Ich merke, dass ich ein bisschen langsamer bin als vor dem Unfall, aber ich kann mich bewegen! Mir tut nichts so weh, dass ich hier sitze und schreie! Das war mal ganz anders. Tilidin…das haut einen komplett weg. Pregabalin hatte keine Wirkung. Ich wusste gar nicht was ich machen soll.

Heute medizinisches Cannabis zu bekommen wäre für mich kein Problem, aber ich weiß, dass das isoliert ist, also man bekommt quasi nur THC, oder nur CBD. Und das ist ja Blödsinn, wenn ich das mit meiner eigenen Pflanze machen kann muss ich nicht der Allgemeinheit auf den Keks gehen und tausende von Euros von der Krankenkasse an die Apotheke bezahlen lassen, welche das nicht besser können als ich. Wie gesagt, ich versorge mich selber, aber ich habe ausschließlich Behandlungsmotivation!! Also ich will meine Schmerzen los werden!

Zu all dem kommt noch schwerer Scheuermann und Spirillose. Ich weiß nicht, was mit meinem Rücken los ist. Ich habe davon all die Jahre nichts gemerkt. Außerdem habe ich noch 75 kg abgenommen, seit ich Cannabis nehme. Mein Endocannabinoidsystem hat sich einfach wieder eingeschossen und ich komm wieder auf normal. Das ist ein positiver Nebeneffekt. Die Schmerzfreiheit ist meine Motivation. Wenn ich mich bei kalten Temperaturen draußen bewege, dann kann ich mich abends auf die Couch legen und gar nichts mehr tun. Oder ich rauche abends mein Cannabis und bin am nächsten Tag noch einsatzbereit. Das wirkt nach. Nach drei Jahren Pharma helfe ich mir jetzt seit acht Jahren mit Cannabis.

Hanfverband Hamburg: Wie stehst du zu anderen Drogen und der Debatte um eine Entkriminalisierung dieser Substanzen?

Thomas: Nach der Schädlichkeit/ med. Bekömmlichkeit ist Cannabis für mich unschlagbar. Ich habe von anderen Drogen nicht wirklich viel Ahnung. Ich weiß nicht, was Kokain und Heroin im Körper machen. Ich habe andere Sachen auch nie ausprobiert.

Cannabis reicht mir um gut leben zu können, von dem Prohibitions – Zirkus mal abgesehen.

Hanfverband Hamburg: Wie siehst du die Chancen, dass an der jetzigen Politik bald etwas geändert wird?

Thomas: Die Drogenpolitik hat sich schon geändert. Das was da jetzt passiert ist, das können die nur nicht kommunizieren. Es hat alles den Anschein von „verkrustet“ und alt, das was die CDU da an Politik ausmacht. Man hat eine riesige Verfolgungsindustrie drumherum aufgebaut und da gibt es ganz viele Schlipsaffen, die nachher nichts mehr zu fressen haben. Aber etwas zu fressen haben aufgrund des Leids anderer Menschen, das ist Faschismus. Diese ganze Konstellation die die da aufgebaut worden ist, ist völlig illegal! Du kannst nichts verbieten, von dem du nicht weißt, was es ist, denn das wäre eine Jagt nach nem Phantom. Und alles was ähnlich ist wird gleich bewertet.

Genau so ist das eingepflegt worden, aber Bestand, oder Recht hatte das nie. Du kannst nicht hingehen und eine ganze Bevölkerung unter Generalverdacht stellen wie z. B. Im Führerscheinrecht, nur weil es jetzt so lange gut gegangen ist, du aber keinerlei Grundlagen hast. Du hast „Kann – Aussagen“ in der Fahrerlaubnisverordnung, da zieht´s dir die Schuhe aus! Da denkt man wirklich, die beschreiben da jemanden, der sich seine Heroinspritze setzt und nicht mehr in der Lage ist, die Realität zu erkennen, oder Geschwindigkeiten einzuschätzen. Ich bin bekifft durch halb Afrika gefahren. Die sind gestört! Wenn man sowas voraussetzt, dann muss man auch wissen, dass jeder Mensch anders darauf reagiert und wenn das als Medizin benutzt wird, dann hat das nur Vorteile!

Wenn die Leute das nicht übertreiben, dann sehe ich da keinen wirklichen Nachteil drin, im Gegensatz zu den Medikamenten, welche so in den Altenheimen unterwegs sind, oder generell in der Gesellschaft.

Hanfverband Hamburg: Gab, oder gibt es Momente in deinem Aktivistenleben, wo du an deiner Überzeugung gezweifelt hast? Wenn ja, was motiviert dich weiterzumachen?

Thomas: Ich habe bis vor 4, oder 5 Jahren an der Rechtmäßigkeit meiner Medikation gezweifelt. Aber als mir klar wurde, dass das was da läuft Willkür ist, habe ich mich nicht mehr darum geschert. Ich brauche mich darum auch nicht scheren. Ich tue mit Cannabis keiner Menschenseele etwas an und verschaffe mir Linderung von Schmerzen. I

Seit mir klar wurde, dass die Prohibition nur eine riesige Show und Bullshit ist, habe ich nicht eine Sekunde daran gezweifelt, dass das was ich tue und tun werde, richtig ist. Ich werde dafür kämpfen dass Cannabis legalisiert wird und das möglichst schnell!

Jeder Tag der vergeht fordert mehr Opfer!

Hanfverband Hamburg: Hatte der Cannabis-Konsum – auch ob des gesellschaftlichen Stigmas – Auswirkungen auf Partnerschaften/Freundschaften ?

Thomas: Ja, meine Ehe ist daran mehr oder weniger zerbrochen..

Meine Frau war, genau wie ich damals auch der Überzeugung, dass Cannabis eine gefährliche Droge ist und das lies sich irgendwie nicht vermitteln…die hat dann „zu gemacht“. Dinge wie beispielsweise der Schützenverein mit dem obligatorischen Alkoholkonsum sind in so viele Leben fest eingepflegt, dass ein klaren Denken oft unmöglich scheint.

Dann kamen noch die Probleme mit dem Jugendamt dazu und dann musste ich da raus, sonst hätten die uns die Kinder weggenommen.

Und ich habe mir Zeit verschafft. Das Problem dabei war immer, das ging damals gerade drei Jahre, oder vier und ab sieben Jahren gibt es erst die sogenannte „Observanz“ (ZBO 293). Danach ist es so, dass wenn man sieben Jahre einen bestimmten Zustand „überlebt“ hat, man sozusagen die Prüfung von fast allem verlangen kann.

Mal ehrlich, vor Gericht hat man soviel Power, wenn man weiß wovon man spricht, du ziehst denen echt die Schuhe aus…

Als Cannabiskonsument ist mir meine berufliche Laufbahn auch komplett verbaut worden. Ich darf weder Elektroinstallationen machen (als Meister) noch ausbilden.

Da wurde den Leuten alles in den Weg gelegt was geht. Und das hat sich wie ein Spinnennetz ausgebreitet und verselbständigt.

Diese familiäre Probleme…, das wird schon wieder. Da mache ich mir nicht wirklich große Sorgen. Ich hab immer Kontakt und fahre hin. Das passt alles. Aber bei einer Hausdurchsuchung dabei zu sein, das muss ich meinen Kindern nicht antun!

Hanfverband Hamburg: Wie stehst du zum Umgang mit Cannabis im familiären Umfeld?

Thomas: Meine Kinder wissen, dass Cannabis meine Medizin ist. Und sie wissen, dass man, wenn man zu früh damit anfängt, krank werden kann. Man wird träge und lebt dieses „tipsy“. Und das kann sich dann durch die komplette Kariere ziehen. Wenn morgens vor der Schule schon ne Bong geraucht wird,…da fällt mir nichts mehr zu ein. Du bist gar nicht mehr aufnahmefähig!

Ich bin ja auch Ausbilder, habe Didaktik in der Meisterschule gehabt. Man kann es zwar nicht auf alle Kinder und Jugendliche beziehen, die Aufklärung muss aber ehrlich sein!

Seinen Kindern zu sagen, dass das eine Droge ist, wie Nikotin und Alkohol auch und dass sie vor ihrem 18 Lebensjahr auf jeden fall die Finger davon lassen sollen, das würde ich jedem raten.

Wenn die „Kröten“ zu früh damit anfangen, dann sollte man sie beiseite nehmen und mit ihnen reden. Ihnen sagen, dass es für ihre schulische und berufliche Laufbahn fatal sein kann. Denn nur wenn man was kann, kann man später auch davon leben! Wer diesen wichtigen Teil seines Lebens verschläft, hat später das Nachsehen.

Ausnahme sind alte und kranke Menschen, da hat das eine Berechtigung. Und wenn man sein Leben im Griff hat und auch zum Beispiel beruflich eine gewisse Routine eingekehrt ist, so mit vielleicht 21 Jahren und man hat viel Stress, dann ist das auch nicht verwerflich. Genau wie bei Alkohol auch.

Am Wichtigsten ist Ehrlichkeit! Wenn die Kinder herausbekommen, dass sie angelogen wurden, verliert man alles an Vertrauen!

Genau das passiert auch den Politikern gerade. Die verlieren eine ganze Generation Vertrauen, weil sie Schwachsinn machen und solchen Scheiß erzählen!

Hanfverband Hamburg: Ab welchem Alter würdest du das Thema mit deinen Kindern besprechen und wie?

Thomas: Von Anfang an – verheimlichen von Wirkungen und Nebenwirkungen, welche die Kinder mitbekommen zerstört Vertrauen! Es gibt gar keine Alternative. Wer seine Kinder anlügt, der hat für die Zukunft verkackt!

Die Kröten kriegen viel mehr mit als z.B. meine Generation. Wenn ich diesen Bewusstseinssprung sehe und die ganze Technik die die bedienen…da stinkt meine Generation gegen ab. Ich gehe jetzt auf die 50 zu und meistens ist halt Scheuklappen und Vollgas angesagt im Hamsterrad…

Meine Kinder wissen, dass Cannabis meine Medizin ist und dass Jugendliche die das rauchen entweder krank sind, oder kein wirkliches Leben haben.

Wie soll ich sagen…wenn man zu früh damit anfängt, dann macht Cannabis dich krank und zwar in der Form, dass du träge wirst und dieses „tipsy“ lebst. Und das zieht sich dann durch die ganze Karriere. Wenn die morgens schon vor der Schule um die Ecke ne Bong rauchen, da fällt mir nichts mehr zu ein.

Die Aufklärung muss aber ehrlich sein. Wenn da jemand sitzt und raucht sowas und erklärt, dass das eine Droge ist, so wie Nikotin, oder Alkohol, das sollte man nicht machen bevor man erwachsen ist…das würde ich jedem raten.

Hanfverband Hamburg: Welche Altersgrenze für die Abgabe von Cannabis findest du sinnvoll?

Thomas: Ab 21 Jahre uneingeschränkt; ab 18 unter Auflagen der Lernfähigkeit (ausgeschlossen bei problematischem Konsum); Ab 6 Jahren bei Medizin und CBD!

Hanfverband Hamburg: Wie stellst du dir die Legalisierung vor, bzw. wie wünschst du sie dir?

Thomas: Kneipen – Renaissance! Alle Kneipen die jemals existiert haben werden aufgeteilt. Im ersten Teil der Kneipen finden beispielsweise Veranstaltungen und Ausflüge statt, das sind dann die, die an den Hauptstraßen liegen. Ein Drittel wird zum „Bottlestore“ umfunktioniert. Zertifiziert, mit Einlass nur ab einem bestimmten Alter usw.

Und bei Cannabis nicht anders! Gleichbehandlung. Mindestens! Die haben eine vergleichsweise harmlose Droge verboten und bieten etwas gefährliches wie Alkohol im Supermarkt an. Da platzt mir die Hutschnur!!

Und die Konzerne sollten sich nicht die Taschen voll machen! Die Konzerne haben lange genug an der Illegalität verdient. Es muss in die Hände der Gärtnereien, der kleinen Betriebe, zu den Menschen, welche davon profitieren können und nicht in die der Konzerne, welche dann solchen Schwachsinn machen wie irgendwelches „Bunkergras“.

Im Nachbarland reichen Gewächshäuser…

Hanfverband Hamburg: Hast du eine Lieblingsgenetik/Sorte? Warum?

Thomas: Ich brauche Indica für den Winter und Sativa für den Sommer. Ich lasse das eine dann ausschleichen und wechsle zum anderen. Sativa nehme ich in einer höheren THC – Konzentration. Das beschleunigt mich.

Indica nehme ich für meine „Winterruhe“. Mein Körper fährt im Winter immer runter und wenn es dann kalt wird, dann fangen die Knochen an weh zu tun.

Ich bevorzuge Sorten mit einem THC/CBD – Verhältnis, in denen das CBD die psychoaktive Wirkung des THCs ausgleicht. So habe ich keine Wirkung im Kopf, bin aber beweglich und schmerzfrei und das ist ein Zeichen, dass ich da alles richtig mache!

Hanfverband Hamburg: Viele Leute haben Bedenken, sich aktiv für die Legalisierung zu engagieren, weil sie fürchten, Probleme im Job, usw. zu bekommen. Was würdest du diesen Leuten sagen, bzw. welche Tipps würdest du ihnen geben, damit sie trotzdem aktiv werden?

Thomas: Dazu kann ich nur sagen: Outing befreit! Und wenn die irgendwann sehen, dass die keine Chance haben, dann lassen die dich in Ruhe. Es ist halt mit sehr viel Muse verbunden das jedem beizubringen, aber das funktioniert.

Wenn man dazu ehrlich steht und das sollte man tun, oder es lassen, dann würde ich denen sagen, „Ihr habt recht!“

Es gibt diese Verfolgungsindustrie. Man gibt ein „Like“ und es sieht irgendein Polizist vor nem Bildschirm. Es wird verstärkt gegen Cyberkriminalität ermittelt und die dürfen überall zugucken.Aber alleine dass das so ist, dass die hier vielleicht gerade mitlesen, dass die alles wissen wollen rund um Cannabis, alleine das berechtigt uns dazu jetzt aufzustehen und uns zu outen!

Die Schwulen und Lesben sind auch auf die Straßen gegangen, haben sich geoutet und gesagt, wir wollen leben wie Menschen. Wieso wird das Cannabiskonsumenten aberkannt? In letzter Konsequenz könnte man sagen, wenn man sich nicht dazu bekennt, dann sollte man das lassen.

Es sind ganz einfache Mechanismen die dann da oben werden. Wenn die Leute sehen, da ploppen immer mehr auf, dann müsste man eigentlich ein Datum festlegen. Ein Datum für Outing. Für Cannabis! Und da dürfen dann nicht nur 10000 dabei sein, weil der Rest sich nicht traut.

Wenn man was mit Cannabis zu tun hat, dann muss man auch dazu stehen, damit die Gesellschaft sieht, das ist ein viel größeres Problem als eine kleine, in die Ecke gedrängte, im Keller wohnende Gesellschaft, der es da wo sie ist am besten geht. Und die zu recht verfolgt werden. Jeder der gegen die Prohibition ist, der muss aufstehen. Und jeder der da nicht gegen ist, der soll aufhören Cannabis zu rauchen. Dann haben alle anderen mehr und der Preis sinkt 😉

Solch ein Doppelleben, welches man führt, wenn man sich nicht outet, sorgt für viele innere Konflikte. Und diese verstärken das Risiko z.B. an Psychosen zu erkranken. Also wenn du ein Leben in der Verborgenheit lebst und du lebst in einer ständigen Angst ertappt zu werden, dann macht das was mit deiner Psyche. Jedes mal wenn du einen Polizeiwagen siehst fühlst du dich unwohl. Warum ist das so?

Ich fühle mich dann nicht unwohl, ich fühle mich dann sicher. Ich weiß, dass die danach gucken, dass keiner irgendwo einbricht. Dass die gerade Cannabis auf dem Plan haben ist gar nicht deren Schuld aber dass die mitmachen, dass werfe ich denen jedes mal vor.

Und die hören zu. Die lernen jedes mal…

Hanfverband Hamburg: Wenn Cannabis legal wäre, würdest du lieber anbauen oder in einem Shop einkaufen gehen?

Thomas: Ich baue weiter an, jedoch würde ich zwischendurch auch gerne anderes Cannabis nehmen um die Gewöhnung an einen Strain zu vermeiden.

Hanfverband Hamburg: Was würdest du jemandem mit auf den Weg geben, (Vielleicht gerade Jugendlichen) wenn er/sie zum ersten mal Cannabis konsumieren möchte?

Thomas: Jugendliche würde ich raten sich schlau zu machen. Die ganzen Wirkungen, welche der Konsum im Jugendalter hat und die Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Werdegang, auf das Lernen an und für sich. Und dazu gibt es genug. Die sind viel schneller als ich mit Youtube, TikTok usw.

Ich würde sie aber darauf aufmerksam machen, dass die sich nicht nur von einer Meinung leiten lassen. Niemals! Und wenn sie das, was sie dann sehen und hören nicht überzeugt und sie das trotzdem machen wollen, dann sollen sie gucken, dass sie das Cannabis aus einer sicheren Quelle bekommen. Wenn Jugendliche an CDU – Weed sterben, das wäre doch schlimm!

Ich würde aber auf jeden Fall sagen, „Solange das nicht legal ist und du nicht 18 bist, lass das sein! Und wenn du es doch probieren willst, dann tue das in nem angenehmen, gewohnten Umfeld.“

Wenn möglich sollten sie sogar mit ihren Eltern reden und mit ihrem Umfeld. Wenn man anfangen muss dafür zu lügen, dann hat man dich in eine dunkle Ecke gestellt.

Wenn man dafür lügen muss, dann ist es wahrscheinlich zu früh. Aber was ist die Alternative? Alkohol? Wenn mit 16 Jahren Alkohol erlaubt ist und dann vielleicht mal mit 21 Jahren Gras, dann steht das in keinem Verhältnis. Beides müsste geändert werden, damit der Lebensbeginn und das Lernen nicht unterbrochen wird.

Wenn man in die falschen Kreise gerät und das zu oft macht, dann verbaut man sich viel. Wenn es ab und zu auf ner Party passiert, dann denke ich nicht, dass da etwas gegen einzuwenden ist. Solange das nicht morgens vor der Schule passiert, oder täglich…

Die Leute müssen aufgeklärt werden! Die Jugendlichen sind viel wacher als wir, aber die bekommen die gleichen Lügen aufgetischt.

Generell würde ich aber Jugendlichen von allen Drogen abraten, welche die Entwicklung negativ beeinflussen können.

Hanfverband Hamburg: Hast du zum Abschluss noch eine lustige, oder spannende Cannabis – Anekdote?

Thomas: Ich habe drei Jahre lang Medizin von den Ärzten bekommen und die haben alles mögliche ausprobiert. Erfolglos..

Zum Sterben bin ich dann weggefahren. Ich habe meinen Sohn verloren als er drei Jahre alt war und das wollte ich meinen Kindern ersparen.

Ich hab dann eine Exportfirma aufgemacht und bin durch die Sahara gefahren. Nach Mali, Senegal, Gambia, Ginea Bissau. Die Westküste runter. Nigeria wäre 2019 dran gewesen aber die haben die Routen komplett dicht gemacht. Die Chinesen haben für´n Appel und n Ei geschifft und dann hat sich das gerade so selbst getragen.

Ich bin dann immer, wenn es hier kalt und feucht wurde in Richtung Süden gefahren.

An der Grenze zu Marokko, also da wo ich als weißer Tourist im Norden Cannabis frei kaufen kann, hab ich mich dann in Chefchaouen immer eingedeckt und hab mir dann Zigaretten gestopft. Mit Haschisch. Und damit bin ich dann durch die ganze Sahara gefahren.

Jedes mal wenn ich dann an der Grenze angekommen bin, hab ich den Rest entweder gegessen, oder hab die ganze Nacht geraucht und dann den Rest gegessen 😉

Und dann bin ich nach Mauretenien gefahren. Also über Kandahar, das ist da Niemandsland, oder UN – Land. Und so nach drei, oder vier Jahren, da kannten die mich. Ich kenne die Leute da auch ganz gut. Das sind Sahrauis und Tuarek und das sind sehr aufrichtige Menschen.

Auf jeden Fall wollten die dann den Drogenhund nicht mehr zu mir lassen, weil ich, wie sie sagten, das Tier verwirren würde. Immer wenn der Hund ins Auto rein kam hat der Freudensprünge gemacht. Der hat überall angeschlagen. Der wollte sagen“Hier, hier, hier, seht ihr das nicht?!“

Dann haben sie den Hund nicht mehr zu mir gelassen, weil sie wie gesagt meinten, ich würde ihn verwirren, weil sie niemals auch nur ein Gram finden geschweige denn ein Krümelchen. Aber der Hund ist jedes mal noch tagelang total irritiert.

Thomas, danke, dass du mitgemacht hast!

Thomas: Gerne! STAY GREEN !! WE WILL WIN SOON !!

Online Klönschnack

Überbrücke mit uns gemeinsam die Zeit bis zum nächsten physischen Treffen. Tausch dich mit uns aus und lass uns neue Ideen entwickeln!

Wir laden ein zum Online Klönschnack
Dienstag, 27. April 2021, 20:00 Uhr

Den Discord-Link versenden wir auf Anfrage kurz vor Beginn per Mail/DM. Wir freuen uns über alle die uns kennenlernen und/oder unterstützen möchten!

Online Klönschnack

Überbrücke mit uns gemeinsam die Zeit bis zum nächsten physischen Treffen. Tausch dich mit uns aus und lass uns neue Ideen entwickeln!

Wir laden ein zum Online Klönschnack
Dienstag, 20. April 2021, 20:00 Uhr

Den Discord-Link versenden wir auf Anfrage kurz vor Beginn per Mail/DM. Wir freuen uns über alle die uns kennenlernen und/oder unterstützen möchten!

Online Klönschnack

Überbrücke mit uns gemeinsam die Zeit bis zum nächsten physischen Treffen. Tausch dich mit uns aus und lass uns neue Ideen entwickeln!

Wir laden ein zum Online Klönschnack
Dienstag, 13. April 2021, 20:00 Uhr

Den Discord-Link versenden wir auf Anfrage kurz vor Beginn per Mail/DM. Wir freuen uns über alle die uns kennenlernen und/oder unterstützen möchten!

Online Klönschnack

Überbrücke mit uns gemeinsam die Zeit bis zum nächsten physischen Treffen. Tausch dich mit uns aus und lass uns neue Ideen entwickeln!

Wir laden ein zum Online Klönschnack
Dienstag, 6. April 2021, 20:00 Uhr

Den Discord-Link versenden wir auf Anfrage kurz vor Beginn per Mail/DM. Wir freuen uns über alle die uns kennenlernen und/oder unterstützen möchten!

Online Klönschnack

Überbrücke mit uns gemeinsam die Zeit bis zum nächsten physischen Treffen. Tausch dich mit uns aus und lass uns neue Ideen entwickeln!

Wir laden ein zum Online Klönschnack
Dienstag, 30. März 2021, 20:00 Uhr

Den Discord-Link versenden wir auf Anfrage kurz vor Beginn per Mail/DM. Wir freuen uns über alle die uns kennenlernen und/oder unterstützen möchten!

Online Klönschnack

Überbrücke mit uns gemeinsam die Zeit bis zum nächsten physischen Treffen. Tausch dich mit uns aus und lass uns neue Ideen entwickeln!

Wir laden ein zum Online Klönschnack
Dienstag, 23. März 2021, 20:30 Uhr

Den Discord-Link versenden wir auf Anfrage kurz vor Beginn per Mail/DM. Wir freuen uns über alle die uns kennenlernen und/oder unterstützen möchten!

Online Klönschnack

Überbrücke mit uns gemeinsam die Zeit bis zum nächsten physischen Treffen. Tausch dich mit uns aus und lass uns neue Ideen entwickeln!

Wir laden ein zum Online Klönschnack
Dienstag, 16. März 2021, 20:00 Uhr

Den Discord-Link versenden wir auf Anfrage kurz vor Beginn per Mail/DM. Wir freuen uns über alle die uns kennenlernen und/oder unterstützen möchten!

Russell Langhammer

„Cannabis hat mein Leben gerettet“

Der sympathische Amerikaner mit deutschen Wurzeln hat gesundheitlich einiges durchgemacht.

Nachdem er sich bei einem Arbeitsunfall schwer am Rücken verletzte, was ihn beinahe an den Rollstuhl gefesselt hätte, erkrankte er zu allem Übel auch noch an Krebs.

Von der Chemotherapie wurde dann leider sein Herz schwer geschädigt, so dass er einen Herzschrittmacher tragen muss.

Russell war einige Jahre professioneller Bodybuilder und auch sonst sehr aktiv. Doch seine Krankheit und die damit verbundenen Medikamente, unter anderem starke Opiate, machten seiner Leidenschaft ein jähes Ende.

Cannabis hat ihm sein Leben ein gutes Stück zurückgegeben. Heute staunt sein Arzt regelmäßig, wenn er Russels Blutwerte sieht.

Wir freuen uns, dass du uns dank Cannabis noch lange erhalten bleibst und natürlich über dieses kleine Interview mit dir!

Hanfverband Hamburg: Wie bist du zum ersten mal mit Cannabis in Berührung gekommen?

Russell: Es war einfach Liebe auf den ersten Blick mit Cannabis! Das erste Mal war definitiv unvergesslich

Hanfverband Hamburg: Hat sich dein Konsum im Laufe der Jahre verändert?

Russell: Natürlich … Ich habe jahrelang heimlich mexikanisches Dirtweed geraucht. Jetzt benutze ich RSO FECO und konzentriere mich auf meine Schmerzen und Ängste.

Jetzt, wo ich Cannabiskonzentrate entdeckt habe, dabbe ich sowohl CBD- als auch THC-Dabs.

Diese Kombination macht mich immer ruhig. Besonders wenn ich Panikattacken hätte

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so viel Gras rauchen würde wie jetzt … Gott sei Dank baue ich meine eigene Medizin an.

Hanfverband Hamburg: Hattest du in Bezug auf Cannabis schon Probleme mit dem Gesetz?

Russell: Gott sei Dank nein! 😉

Zum Glück hatte ich nie Probleme mit der Regierung oder der Polizei. Aber ich erinnere mich, als ich aufwuchs, hatte ich Tonnen von Freunden, die Probleme hatten.

Hanfverband Hamburg: Was hat dich dazu bewegt, aktiv zu werden?

Russell: Cannabis hat meine leben gerettet!!

Hanfverband Hamburg: Auf welche Art engagierst du dich für die Legalisierung von Cannabis?

Russell: Zu 100%! 😉

Ich bin hier in Dallas zu „DFW NORML“ gekommen und habe mich sofort entschlossen, den Leuten zu erzählen, wie Cannabis mein Leben vor Arzneimitteln gerettet hat.

https://www.dfwnorml.org/

Hanfverband Hamburg: Bist du Cannabis – Patient?

Russell: JA !

Ich wurde 2019 ein legaler Cannabis-Patient … aber ich benutze Cannabis seit 1977.

Hanfverband Hamburg: Wie hat Cannabis deine gesundheitliche Situation verbessert?

Russell: Ich habe keine PTBS mehr .. Ich bin sehr glücklich ohne die Pillen.Nach einer Operation am offenen Herzen verwende ich sowohl CBD- als auch Psylocybin-Pilze für meine Schmerzen und Angstzustände zusammen mit PTBS.

Hanfverband Hamburg: Wie stehst du zu anderen Drogen?

Russell: Neben Cannabis benutze ich auch Psilocybin Pilze.

Ich habe in meinem ganzen Leben viele verschiedene Medikamente ausprobiert, von LSD und MDMA über Psylocybin-Pilze bis hin zu Speed. Aber heute nutze ich nur Cannabis und Psylocybin.

Hanfverband Hamburg: Wie siehst du die Chancen, dass an der jetzigen Politik bald etwas geändert wird?

Russell: Hier in Amerika sind die Chancen großartig … aber leider nicht in Deutschland.

Hanfverband Hamburg: Gab, oder gibt es Momente in deinem Aktivistenleben, wo du an deiner Überzeugung gezweifelt hast? Wenn ja, was motiviert dich weiterzumachen?

Russell: Ich bin um die ganze Welt gereist, um Leute in der Cannabisindustrie zu treffen, und ich habe so viel gelernt … es ist schwer, nur einen zu nennen, aber seit es bei mir mit Cannabis losging, helfe ich Menschen, alternative Medizin zu finden.

Hanfverband Hamburg: Hatte der Cannabis-Konsum – auch ob des gesellschaftlichen Stigmas – Auswirkungen auf Partnerschaften/Freundschaften ?

Russell: Natürlich …aber nicht wegen des Stigmas. Meine Freunde und meine Familie konsumieren und genießen Cannabis seit 1977 zusammen.

Meine Familie liebt die völlig andere Person, zu der ich wurde, seit ich opiat,- und benzodiazepinfrei bin. Und das indem ich Cannabis anstelle von Arzneimitteln verwendet habe.

Ich habe aber tatsächlich ein paar Freunde verloren, seit ich mich zu Cannabis bekenne, aber ich habe so viele weitere Cannabis-Freunde gewonnen. Meine Cannabis-Familie ist großartig!

Hanfverband Hamburg: Wie stehst du zum Umgang mit Cannabis im familiären Umfeld?

Russell: Ich war mit meinen Kindern und Enkeln eigentlich immer sehr offen und ehrlich. Totzdem habe ich Cannabis heimlich konsumiert.

Als ehemaliger Athlet war ich anfangs sehr vorsichtig … aber jetzt bin ich sehr offen dafür.

Hanfverband Hamburg: Welche Altersgrenze für die Abgabe von Cannabis findest du sinnvoll?

Russell: Ich denke, dass Kinder immer etwas tun werden, was ihnen verboten ist … es ist die menschliche Natur … aber ich bleibe bei 18 Jahren.

Außer ein Kind hat zum Beispiel Epilepsie und Anfälle. Dann Go FOR IT!!

Aber für Freizeit-Cannabis bevorzuge ich 18 Jahre

Wenn Sie mit 18 Jahren zum Militär gehen und für Ihr Land kämpfen und sterben können, sollten Sie verdammt gut in der Lage sein, Cannabis zu konsumieren!

Hanfverband Hamburg: Wie stellst du dir die Legalisierung vor, bzw. wie wünschst du sie dir?

Russell: Ich überlasse das dem Gesetzgeber, aber denke daran … NIEMAND GEHÖRT INS GEFÄNGNIS FÜR EINE PFLANZE !!!

Bisher haben 33 Staaten medizinisches Marihuana und Freizeitmarihuana legalisiert, aber wir müssen es noch aus dem Drogenstatus 1 der Regierung streichen.

Hanfverband Hamburg: Hast du eine Lieblingsgenetik/Sorte? Warum?

Russell: Quantum Kush Sativa, Girl Scout Cookies, Gorilla Glue.

Ich benutze tagsüber jede Menge Sativa, um mein gesamtes Training zu absolvieren, aber nachdem ich abends zu Abend gegessen habe, beginne ich mit Indica.

Hanfverband Hamburg: Viele Leute haben Bedenken, sich aktiv für die Legalisierung zu engagieren, weil sie fürchten, Probleme im Job, usw. zu bekommen. Was würdest du diesen Leuten sagen, bzw. welche Tipps würdest du ihnen geben, damit sie trotzdem aktiv werden?

Russell: Folge deinem Herzen … und folge Leuten, die Cannabis gegenüber professionell sind … Halte dich von bösartigen Leuten fern.

Verwendet den gesunden Menschenverstand und folgt den Menschen, die die positiven Aspekte von Cannabis sehr ernst nehmen.

Hanfverband Hamburg: Wenn Cannabis legal wäre, würdest du lieber anbauen oder in einem Shop einkaufen gehen?

Russell: Ich kann alles in der Apotheke kaufen, aber ich würde lieber meine eigene Medizin anbauen … Ich habe schon einige großartige Sachen angebaut.

Ich bin in meinem fünften Jahr des Cannabisanbaus und drücke auch meine eigenen Konzentrate … Ich bin ein DABS FREAK! Ich dabbe den ganzen Tag und nutze RSO FECO.

Hanfverband Hamburg: Was würdest du jemandem mit auf den Weg geben, wenn er/sie zum ersten mal Cannabis konsumieren möchte?

Russell: Ich würde zuerst einige leichte Esswaren/edibles oder Tinkturen empfehlen

Eine andere großartige Möglichkeit, jemandem Cannabis vorzustellen, sind die neuen Vapes … D8 ist CBD, aber es macht Sie sehr entspannt und glücklich.

Hanfverband Hamburg: Hast du zum Abschluss noch eine lustige, oder spannende Cannabis – Anekdote?

Russell: Jetzt, wo ich Konzentrate entdeckt habe, liebt mich meine Familie noch mehr! Ich bin jetzt sehr entspannt und ruhig.

Ehrlich gesagt … Ich wurde früher RAMP NAZI genannt, als ich Chef der Rampe bei American Airlines war. Jetzt heiße ich HAMMER … der Stoner Opa 😉

Viele Dank Russell, dass du bei unserer kleinen Interview – Serie mitgemacht hast!!