Overdose Awareness Day

Am 31. August gedenken wir den Opfern von Überdosierungen. Der Overdose Awareness Day soll ein Bewusstsein für eine bessere Prävention in der Gesellschaft schaffen.

Deshalb fordert der Hanfverband Hamburg:

1) Drug-Checking
Wer Drogen konsumiert, muss wissen was er konsumiert!

2) Konsumräume
Konsumräume bieten Schutz, im Krisenfall kann sofort reagiert werden!

3) Naloxon
Konsumierende müssen geschult werden und das Mittel muss frei verfügbar werden!

Die Bildrechte liegen bei https://www.overdoseday.com/

3. Kreisverkehr-Demonstration

Unter dem Motto “Teufelskreis durchbrechen, Hanf ist kein Verbrechen!” lädt der Hanfverband Hamburg auch dieses Jahr wieder zur traditionellen Kreisverkehr-Demonstration rund um das Hamburger Landgericht.

Am Samstag, den 27. August 2022 werden wir ab 14 Uhr vor dem Strafjustizgebäude des Hamburger Landgerichts gegen die sinnlose Kriminalisierung von Cannabis demonstrieren und die sofortige Einstellung der Strafverfolgung zu fordern. Dazu zieht der Zug sinnbildlich den Sievekingplatz entlang im Kreis bis zum Amtsgericht und weiter über Holstenglacis hinter dem Oberlandesgericht auf den Sievekingplatz bis zum Landgericht

Vertreter:innen von von unterschiedlichen politischen Parteien kommen jeweils vor dem Landgericht zu Wort um die Forderungen zu bekräftigen!

Kommt zahlreich und bringt Freund:innen und Nachbar:innen mit und werdet laut!

Sa, 27.08.2022
14 Uhr

Landgericht Hamburg, Sievekingplatz 3, 20355 Hamburg

Cannabiskonsumierende entkriminalisieren! – Schreibt Briefe an die Justizsenatorin

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Burkhard Blienert lieferte am 07.07. im Interview mit der Tagesschau eine Steilvorlage, indem er die Justizminster der Länder in die Pflicht nahm, ihrerseits die Kriminalisierung der Konsumenten zu beenden. 

Dem Beispiel einiger Aktivisten aus dem #weedmob auf Twitter folgend haben wir uns daher entschlossen, der verantwortlichen Justizsenatorein einen freundlichen Brief mit unseren Forderungen zu schreiben und zu fragen, wie Sie es mit der Aufforderung des Drogenbeauftragten halten.

Hier seht ihr den Brief, den wir der hamburgischen Senatorin für justiz und Verbraucherschutz Anna Gallina geschickt haben.

Betreff: Entkriminalisierung von Cannabiskonsumierenden


Sehr geehrte Frau Senatorin Gallina,

der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Burkhard Blienert sprach im Interview mit der Tagesschau am 07.07.2022 in Bezug auf die weiterhin stattfindende Kriminalisierung der Cannabiskonsumierenden von einem „Signal an die Länder“. Er betonte dabei, dass auch in den Bundesländern diese Signale weitergegeben werden sollen. Denn die jetzige Debatte um die Legalisierung von Cannabis sei eine Debatte, die nicht nur auf Bundesebene geführt wird, sondern auch in den Bundesländern thematisiert werden müsse. Blienert merkte an, dass bereits jetzt Instrumente wie die Einstellung von Strafverfahren wegen geringer Cannabismengen vorhanden sind, um die Kriminalisierung einfacher Konsumierenden zu stoppen. Er forderte die Justizminister auf, diese Instrumente verstärkt zu nutzen und die Kriminalisierung der Konsumierenden so zu reduzieren.
Der Hanfverband Hamburg als größte Hamburger Interessenvertretung von Cannabiskonsumierenden und Legalisierungsbefürwortenden fordert Sie daher auf, die “Geringe Menge” Cannabis, bis zu der Strafverfahren eingestellt werden können, zu erhöhen und die konsequente Einstellung aller Verfahren wegen geringer Cannabismengen anzuordnen!
Auch Verfahren gegen sogenannte “Wiederholungstäter” oder Verfahren mit sonstigen Ausnahmetatbeständen müssen angesichts der geplanten Legalisierung regelmäßig eingestellt werden, solange kein Handel nachgewiesen wurde. Es macht keinen Sinn, noch hunderttausende Strafverfahren gegen Cannabiskonsumierenden durchzuführen, während die Details des Verkaufs von Cannabis in Fachgeschäften diskutiert werden.
Signalisieren Sie der Polizei, dass die Verfolgung von Cannabiskonsumierenden aus Sicht der Politik keine hohe Priorität mehr hat! Ordnen Sie das Absehen von Maßnahmen wie Hausdurchsuchungen wegen geringer Cannabismengen an!
Wie gedenken Sie als Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz den Appell des Drogenbeauftragten umzusetzen? Wie wird die Freie und Hansestadt Hamburg die Geringe-Menge-Regelung nach § 31a BtMG bis zur endgültigen Legalisierung von Cannabis handhaben? Werden Sie der Aufforderung des Drogenbeauftragten der Bundesregierung Rechnung tragen und die Kriminalisierung von Konsumierenden soweit es in Ihrer Macht steht beenden?

In der Hoffnung auf eine baldige Antwort und mit freundlichem Gruß

Beteiligt euch an der Aktion und erhöht so den öffentlichen Druck auf die verantwortliche Justizsenatorin!

Anna Gallina
Senatorin, Präses der Behörde für Justiz der Freien und Hansestadt Hamburg
Drehbahn 36
20354 Hamburg

poststelle@justiz.hamburg.de

Auf der Seite des DHV könnt ihr Euch an der bundesweiten Aktion beteiligen!
https://hanfverband.de/nachrichten/news/cannabiskonsumenten-entkriminalisieren-schreibt-briefe-an-die-justizminister-der-laender

Stefan K. – Polizeibeamter

Auch wenn uns dies zum Beispiel ein Rainer Wendt (Vorsitzender Deutsche Polizeigewerkschaft) immer wieder gerne glaubhaft machen will, ist heute erfreulicherweise bei weitem nicht mehr jeder Polizist gegen eine Legalisierung von Cannabis.

Wir haben ein kurzes Interview mit dem Polizeibeamten Stefan K. (Name geändert) geführt. Er ist im weitesten Sinne Drogensachbearbeiter und hat deshalb natürlich mehr als genug Gelegenheit, sich mit den vielen Facetten dieses Themas zu beschäftigen.

Hanfverband Hamburg: Danke, dass sie sich die Zeit nehmen und uns hier ein paar Fragen beantworten. Was halten Sie denn persönlich von einer Legalisierung oder Entkriminalisierung von Cannabis?

Stefan K.: Das finde ich gut und durchaus überfällig. Ich hoffe, dass mit der Legalisierung dann aber auch klare Grenzen gezogen werden was die Besitzmenge und die eigene Aufzucht angeht. Zusätzlich wünsche ich mir eine Einführung einer Bürgerpflicht zum Nachweis der Fahrtauglichkeit bei Alkohol, Drogen und Medikamenten. In vielen EU Ländern ist es Pflicht eine entsprechende Probe zum Beispiel bei einer Beteiligung an einem Verkehrsunfall abzugeben.

Hanfverband Hamburg: Und wie ist die Stimmung in Ihrem Kollegenkreis bezüglich der Legalisierung?

Stefan K.: Der Kollegenkreis ist ein Spiegel der Gesellschaft. Es gibt welche die skeptisch sind und einige, die das richtig feiern und sich auch auf ihren ersten legalen Joint freuen. Was uns aber glaube ich alle eint, ist die Angst vor der Zunahme von schweren Verkehrsunfällen bedingt durch den Drogenkonsum.

Hanfverband Hamburg: Haben sie persönlich Cannabis-Konsumenten oder -Patienten in ihrem Freundeskreis?

Stefan K.: Ja, habe ich.

Hanfverband Hamburg: Und wie gehen Sie damit um?

Stefan K.: Ich sehe das mittlerweile relativ entspannt. Trotzdem muss ich nicht dabei sein, wenn konsumiert wird. Zu einen aufgrund der Gesetzeslage und zum anderen mag ich den Geruch nicht.

Hanfverband Hamburg: Haben Sie das Gefühl, das Richtige zu tun, wenn Sie jemanden kontrollieren, der nur Cannabis konsumiert hat?

Stefan K.: Ja. Der Besitz von Marihuana ist zurzeit strafbar. Da Besitz und Konsum im engen Zusammenhang stehen fühle ich mich nicht schlecht. Ich unterliege als Polizist dem Legalitätsprinzip und muss Straftaten verfolgen. Ich persönlich schaue auch nicht gerne bei irgendwelchen Deliktsbereichen weg, da das für mich gegen den Grundsatz spricht alle gleich zu behandeln.

Hanfverband Hamburg: Aber denken Sie, die Verfolgung von Cannabis-Konsumenten macht uns zu einer besseren Gesellschaft?

Stefan K.: Nein. Ich sehe in der derzeitigen Gesetzeslage eher parallelen zu dem alten

§ 175 StGB (Verbot von Homosexualität). Das war auch ein großer Fehler in der Gesetzgebung, den es lange gedauert hat abzuschaffen. Dies gilt aber nicht für den Bereich der Abgabe, ob gewerblich oder nicht, an Jugendliche unter 18 Jahren. Hier sollte eine harte Grenze gezogen werden.

Hanfverband Hamburg: Wie sehr wird die Legalisierung von Cannabis ihren Arbeitsalltag verändern?

Stefan K.: Mein Arbeitsalltag würde sich in der Art verändern, dass ich ¼ des Tages nicht mehr für die Papiertonne arbeiten würde, denn jetzt werden über 80 % der BtM Verfahren, wo es um den Besitz von kleineren Mengen Marihuana geht, eingestellt. Diese Zeit könnte ich sinnvoller in andere Ermittlungen einbringen oder in der Präventionsarbeit. Das ist aber im Moment noch Kaffeesatzleserei, denn wie das Gesetz zur Legalisierung aussehen wird, weiß ich noch nicht. Es wird bestimmt auch diverse neue Ordnungswidrigkeiten und Straftatbestände geben, die auch abgearbeitet werden müssen.
Eines steht jedoch auf jeden Fall fest, der Frust, der sich bei der Bearbeitung o.g. Fälle immer ergeben hat, wird wegfallen.

Hanfverband Hamburg: Welche Rolle spielt Cannabis, verglichen mit anderen Substanzen, im “Kampf gegen Drogen”?

Stefan K.: Cannabis hat in der Bekämpfung der BtM-Kriminalität einen hohen Stellenwert gehabt und das wird bestimmt auch noch so bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass von heute auf morgen der Konsumbedarf einer ganzen Nation mit legal angebautem Marihuana gedeckt werden kann. Und wer weiß welche Sorten angebaut werden dürfen und welche nicht. Wenn das Zeug nicht gut oder stark genug ist, dann werden die Leute sich irgendwo entsprechendes Zeug besorgen.

Hanfverband Hamburg: Welche “Kämpfe gegen Cannabis” wurden zu Recht gewonnen, bzw. welche Verbesserungen sind durch die Strafverfolgung ihrer Meinung nach eingetreten?

Stefan K.: Im Bereich des Straßenverkehrs ist jeder Überführte (egal ob Alkohol – oder Drogen) ein Erfolg. Berauschten Leute sollten nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Im Bereich des Handels mit BtM in nicht geringer Menge sehe ich das genauso, da ich nie ein BtM-Händler hatte, der nur Cannabis verkauft hat, sondern auch andere illegale Substanzen.

Hanfverband Hamburg: Die Zahl der Konsumenten steigt trotz ebenso steigender Repression. Ist folglich die Prohibition in ihren Augen der falsche Ansatz?

Stefan K.: Dank der vielen Studien bin ich mittlerweile für eine Legalisierung.

Hanfverband Hamburg: Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse über die medizinische Wirkung von Cannabis sind ihnen bekannt?

Stefan K.: Einige… durch die Arbeit kenne ich auch welche die ein Rezept haben und Erfolg in der Therapie haben.

Hanfverband Hamburg: Welche Verantwortung sehen sie in der Politik bezüglich ihrer zukünftigen Arbeit kurz vor und nach der Legalisierung ?

Stefan K.: Ich hätte mir gerne ein klares politisches Signal schon jetzt erhofft. Ich denke, dass es schon jetzt Möglichkeiten geben sollte alle Besitz-Verfahren bei Personen über 18 Jahren, unter 5 g, nicht mehr Anzeigepflichtig zu machen. Die Politik sollte es auch möglich machen, dass der Anbau von Marihuana in Deutschland, wirtschaftlich gesehen, rentabel ist und Arbeitsplätze schafft. Ein Reinheitsgebot wäre sinnvoll, genauso wie eine Zweckbindung der Steuereinnahmen an die Suchtprävention und Forschung.

Hanfverband Hamburg: Wie stellt sich der Umgang mit Cannabis Konsumenten im Vergleich zu alkoholisierten Personen in Arbeitsalltag der Polizei dar?

Stefan K.: Personen die unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Drogen stehen, sind immer mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Da habe ich schon viele Extreme und heftige Gefühlsschwankungen gesehen. Am entspanntesten ist der Umgang mit frisch zugedröhnten Dauerkiffern.

Hanfverband Hamburg: Welche zusätzlichen Straftaten sehen Sie in Bezug zu Cannabis/Cannabiskonsum (Beschaffungskriminalität, Gewalttaten, Verkehrsdelikte etc.) und wie schwer sind diese im Vergleich zu anderen Drogen (auch Alkohol).

Stefan K.: Die Beschaffungskriminalität unterscheidet sich meiner Meinung nach schon zu Alkoholabhängigen. Der Alkoholsüchtige kann in jeden Lebensmittelladen gehen und dort Alkohol entwenden. Dies kann der Cannabiskonsument nicht. Entweder ist sein Dealer auch Hehler also tauscht Diebesgut gegen Drogen oder er nimmt Bares evtl. auch Dienstleistungen als Bezahlung.

Hanfverband Hamburg: Wie viel Dienstzeit ,schätzen Sie, wird im normalen Polizisten-Alltag dafür aufgewandt Drogendelikte zu verfolgen?

Stefan K.: Zu viel, wenn man Dienstzeit und Strafen/Verurteilungen in Bezug zueinander setzt.

Ihre Zeit zu verschwenden trägt natürlich ganz und gar nicht zu einer Verbesserung der Sicherheit bei, das stimmt…

Wir danken ihnen für das kleine Interview und hoffen, dass noch viel mehr Kollegen von ihnen, wenn sie es noch nicht tun, bald positiv in Richtung Legalisierung schauen.

Denn letztendlich wollen wir doch alle das gleiche: Eine Welt, die durch die Polizei sicherer gemacht wird und keine schädliche und sinnlose Verfolgung von harmlosen Mitmenschen, nur weil sie eine andere Droge bevorzugen als Alkohol.

Zeit für Legalisierung

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl organisieren wir eine Demonstration und Kundgebung rund ums Hamburger Landgericht. Damit beteiligen wir uns am bundesweiten Aktionstag “Zeit für Legalisierung”.

Die kommende Bundestagswahl ist richtungsweisend für die Cannabispolitik in den nächsten Jahren! Abgesehen von CDU/CSU und AfD werben alle anderen bisher im Bundestag vertretenen Parteien mit Veränderungen im Umgang mit Cannabis: Entkriminalisierung, Legalisierung oder Modellprojekte – was ist möglich? Das hängt nicht nur vom Wahlausgang ab.

Es ist ganz entscheidend, dass wir uns jetzt einmischen!

Wir fordern, den verheerenden Teufelskreis der Prohibition und Repression in Deutschland endlich zu durchbrechen und wollen aufzeigen, dass wir Betroffene viele sind. Bunt und laut demonstrieren wir am 18.09. von 14 bis 17 Uhr vor dem Landgericht Hamburg am Sievekingplatz 3 für unsere Rechte und für eine vernünftige und menschliche Politik im Bereich Cannabis und Drogen. Wir werden uns symbolisch im Kreis um das Landgericht bewegen, um aufzuzeigen, wie sinnlos und schädlich die aktuelle Gesetzeslage ist. Wir fordern die Politik auf, endlich aktiv zu werden, Hanfkonsumenten endlich zu entkriminalisieren und den freien Zugang zu medizinischem Cannabis zu garantieren!

Einige Direktkandidat:innen verschiedener Parteien konnten wir bereits gewinnen, um auf den Kundgebungen zu sprechen:

Linda Heitmann (Bündnis 90/Die Grünen)
Linda ist Direktkandidatin im Wahlkreis 19 (Hamburg Altona) und steht auf der Landesliste auf Platz 5. Sie engagiert sich für Gleichstellung und Gesundheitspolitik.
Webseite von Linda

Linda Heitmann

David Stoop, MdHB (Die Linke)
Als Direktkandidat im Wahlkreis 18 (Hamburg Mitte) und auf der der Landesliste auf Platz 2 ist David besonders engagiert für einen fairen Arbeitslöhne und mehr Tarifbindung.
Webseite von David

David Stoop

Wieland Schinnenburg, MdB (FDP)
Wieland ist regelmäßiger Gast auf unseren Demonstrationen. Er ist Mitglied im Gesundheitsausschuss und tritt im Wahlkreis 22 (Hamburg Wandsbek) als Direktkandidat an.
Webseite von Wieland

Wieland Schinnenburg

Weitere Sprechende haben sich angekündigt von den Parteien die.urbane und Volt.

Demonstration “Zeit für Legalisierung”
Samstag, 18. September 2021

Start: 14 Uhr
Landgericht (Strafjustizgebäude), Sievekingplatz 3, 20355 Hamburg

#DuFehlst

Mahnwache zum internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen

Seit 1990 sind in Deutschland mehr als 40.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen – durch Aufklärung, Angebote zur Risikominimierung und der Überlebenshilfe.

Am 21. Juli, dem Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen erinnern Eltern und Angehörige, Aids- und Drogenhilfen, Patientenorganisationen, Fachverbände,
Partner*innen, Freund*innen und solidarische Mitbürger*innen an die „Drogentoten“.

Andere Städte die Veranstaltungen durchführen findest Du hier
www.gedenktag21Juli.de

Mittwoch, 21.07.2021
17 Uhr
Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, 20099 Hamburg

Global Marijuana March in Hamburg – Kundgebung zur Legalisierung von Cannabis am 12.09.2020

Auf Grund der Corona Pandemie musste der geplante Global Marijuana March in Hamburg Anfang Mai ausfallen. Nun wird die Demonstration zur Legalisierung von Cannabis nachgeholt. Start ist am 12.09.2020 um 14 Uhr im Arrivati Park in der Sternschanze.

Weitere bundesweite Demonstrationen und Kundgebungen finden parallel statt: am 12.09. in München, Regensburg, Tübingen und Duisburg, sowie am 24.10. in Braunschweig. Der Deutsche Hanfverband unterstützt die Organisatoren vor Ort durch Vernetzung, Beratung und finanzielle Mittel.

Das bundesweite Motto lautet “Gleichbehandlung statt Willkür”, denn die Ungleichbehandlung von Cannabiskonsumenten gegenüber Alkoholkonsumenten nimmt nicht etwa ab, sondern steigt weiter an. Die Zahl der Strafanzeigen gegen einfache Konsumenten jagt jedes Jahr neue Rekorde und tausende nüchterne Autofahrer verlieren wegen nicht wirksamen, aber wochenlang nachweisbaren Cannabisresten im Blut ihren Führerschein. Die Strafbemessung wirkt dabei häufig willkürlich, vergleicht man ähnlich gelagerte Fälle aus verschiedenen Bundesländern.

Die Ortsgruppe Hamburg des dt. Hanfverbands organisiert daher dieses Jahr zum zweiten Mal den Global Marijuana March in Hamburg. Gesponsort wird die Veranstaltung durch den Headshop Amsterdam und Udopea Hamburg. JedeR LegalisierungsbefürworterIn ist herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

TeilnehmerInnen sind aufgerufen, Abstand zu halten, übliche Hygieneregeln zu beachten und an Engstellen eine Alltagsmaske zu tragen. OrdnerInnen werden vor Ort die Einhaltung der Hygienebestimmungen kontrollieren und im Zweifelsfall mit Desinfektionsmittel und Masken unterstützen.

Die Kundgebung startet am Samstag, den 12.09.2016 um 14:00 Uhr am Arrivati Park. Mit Reden, Open Mic und Musik werden wir unser Anliegen präsentieren.

Informationen über die weiteren bundesweiten Aktionen im Rahmen des Global Marijuana March gibt es auf der Website des Deutschen Hanfverbands unter https://hanfverband.de/gmm2020.

#DuFehlst

Mahnwache zum internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen

Seit 1990 sind in Deutschland mehr als 40.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen – durch Aufklärung, Angebote zur Risikominimierung und der Überlebenshilfe.

Am 21. Juli, dem Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen erinnern Eltern und Angehörige, Aids- und Drogenhilfen, Patientenorganisationen, Fachverbände,
Partner*innen, Freund*innen und solidarische Mitbürger*innen an die „Drogentoten“. In der Hansestadt veranstaltet die Ortsgruppe Hamburg des Deutschen Hanfverbands um 18:30 Uhr eine Mahnwachen vor dem Hamburger Rathaus um Ideen und Maßnahmen für eine liberalere und somit wirksamere Drogenpolitik vorzustellen.

Andere Städte die Veranstaltungen durchführen finden Sie hier
www.gedenktag21Juli.de

Dienstag, 21.07.2020
18:30 Uhr

Rathausmarkt, 20095 Hamburg

Insulin oder Heroin?

Plakat der Polizei Hamburg erregt die Gemüter – der nächste Griff ins Klo für das Social Media Team der Polizei?

Plakat der Polizei Hamburg für die Kampagne “In Hamburg schaut man hin”
C) Polizei Hamburg

Geht es nach der Hamburger Polizei, soll man sie wohl anrufen wenn sich jemand eine Spritze setzt. Sollte sie nicht ehrlicherweise schreiben: “Hilf uns, Menschen in schwierigen Lebenssituationen oder mit Suchtproblemen das Leben noch schwerer zu machen”.

Aber warum überhaupt? Weder ist es illegal sich Insulin zu spritzen, noch ist es illegal sich Heroin zu spritzen.

IM PHOENIX-VIERTEL… SCHAUT MAN HIN!Heute war der Startschuss für eine Einsatzoffensive im #Phoenixviertel in…

Gepostet von Polizei Hamburg am Mittwoch, 1. Juli 2020

Zurecht fühlen sich viele Menschen angegriffen und die Stellungnahme der Polizei trägt nicht wirklich zum Glätten der Wogen bei. Zudem ist das nicht die erste Verfehlung, erst gestern noch lachte die Netzgemeinde über eine vermeintliche Postkarte eines Schülers, der einen erteilten Auftrag seiner Lehrerin erfüllte. Von den schwarzen und weißen Schwänen wollen wir erst gar nicht anfangen.

Homophobes Plakat der Polizei Hamburg für die Kampagne “In Hamburg schaut man hin”
C) Polizei Hamburg

Die Polizei hat natürlich nicht selbst die Plakate entworfen, verantwortlich für den ganzen Mist ist die Agentur battery.communication GmbH in Hamburg. In der Kampagne tauchen noch mehr fragwürdige Inhalte auf.

Mit Sicherheit wurden für diese Aktion viele Euro Steuergeld ausgegeben, aber Bürger pauschal unter Generalverdacht zu stellen und zu stigmatisieren ist das Allerletzte.

Es muss diskutiert werden, wie damit umgegangen werden soll.

Corona

Wir müssen leider bekannt geben,

Alle Veranstaltungen bis einschließlich 2. Mai 2020 sind abgesagt

und werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Damit folgen wir einer Allgemeinverfügung der Freien und Hansestadt Hamburg, vom 15. März 2020.

Wir versuchen alle geplanten Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen und werden Euch rechtzeitig darüber über die bekannten Kanäle informieren!