Insulin oder Heroin?

Plakat der Polizei Hamburg erregt die Gemüter – der nächste Griff ins Klo für das Social Media Team der Polizei?

Plakat der Polizei Hamburg für die Kampagne „In Hamburg schaut man hin“
C) Polizei Hamburg

Geht es nach der Hamburger Polizei, soll man sie wohl anrufen wenn sich jemand eine Spritze setzt. Sollte sie nicht ehrlicherweise schreiben: „Hilf uns, Menschen in schwierigen Lebenssituationen oder mit Suchtproblemen das Leben noch schwerer zu machen“.

Aber warum überhaupt? Weder ist es illegal sich Insulin zu spritzen, noch ist es illegal sich Heroin zu spritzen.

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Gepostet von Polizei Hamburg am Mittwoch, 1. Juli 2020

Zurecht fühlen sich viele Menschen angegriffen und die Stellungnahme der Polizei trägt nicht wirklich zum Glätten der Wogen bei. Zudem ist das nicht die erste Verfehlung, erst gestern noch lachte die Netzgemeinde über eine vermeintliche Postkarte eines Schülers, der einen erteilten Auftrag seiner Lehrerin erfüllte. Von den schwarzen und weißen Schwänen wollen wir erst gar nicht anfangen.

Homophobes Plakat der Polizei Hamburg für die Kampagne „In Hamburg schaut man hin“
C) Polizei Hamburg

Die Polizei hat natürlich nicht selbst die Plakate entworfen, verantwortlich für den ganzen Mist ist die Agentur battery.communication GmbH in Hamburg. In der Kampagne tauchen noch mehr fragwürdige Inhalte auf.

Mit Sicherheit wurden für diese Aktion viele Euro Steuergeld ausgegeben, aber Bürger pauschal unter Generalverdacht zu stellen und zu stigmatisieren ist das Allerletzte.

Es muss diskutiert werden, wie damit umgegangen werden soll.