#DuFehlst

Mahnwache zum internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen

Seit 1990 sind in Deutschland mehr als 40.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen – durch Aufklärung, Angebote zur Risikominimierung und der Überlebenshilfe.

Am 21. Juli, dem Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen erinnern Eltern und Angehörige, Aids- und Drogenhilfen, Patientenorganisationen, Fachverbände,
Partner*innen, Freund*innen und solidarische Mitbürger*innen an die „Drogentoten“. In der Hansestadt veranstaltet die Ortsgruppe Hamburg des Deutschen Hanfverbands um 18:30 Uhr eine Mahnwachen vor dem Hamburger Rathaus um Ideen und Maßnahmen für eine liberalere und somit wirksamere Drogenpolitik vorzustellen.

Andere Städte die Veranstaltungen durchführen finden Sie hier
www.gedenktag21Juli.de

Dienstag, 21.07.2020
18:30 Uhr

Rathausmarkt, 20095 Hamburg

Global Marijuana March 2020

Der Global Marijuana March (GMM) findet dieses Jahr deutschlandweit am 12. September statt.

Das Motto lautet Gleichbehandlung statt Willkür.

Jedes Jahr gibt es hunderte Demonstrationen weltweit, für die Relegalisierung von Cannabis.

In Hamburg werden wir uns wieder im Arrivati-Park treffen. Los geht’s um 14 Uhr.

Mehr Infos folgen in Kürze…

Vergesst eure Mund-Nase-Bedeckung nicht!

Gleichbehandlung statt Willkür, Motto des GMM 2020.

Du kannst nicht nach Hamburg kommen? Dann schau doch mal hier, ob ein GMM in deiner Nähe ist!

Kundgebung vor Justizbehörde

Gestern, am Donnerstag den 17. Oktober 2019, haben wir uns unter dem Motto „Teufelskreis durchbrechen – Hanf ist kein Verbrechen“ vor der Hamburger Justizbehörde versammelt um gemeinsam auf die dramatische Situation vieler Cannabiskonsumenten hinzuweisen.

Vor bis zu 30 Mitstreitern haben wir öffentlich Herrn Dr. Streffen angemahnt, sich die Situation, mit der sich viele Konsumenten in Hamburg konfrontiert sehen, zu vergegenwärtigen und unsere Forderungen laut verkündet.

Dem stellvertretenden Pressereferenten Herrn Sulzmann konnten wir unser persönliches Anschreiben an den Senator Dr. Steffen, mit einem Forderungskatalog übergeben.

Im nächsten Monat werden wir unsere Kundgebung vor der Behörde für Inneres und Sport, Johanniswall 4, 20095 Hamburg abhalten. Mit jeder weiteren Kundgebung wollen wir mehr Menschen erreichen und animieren, gemeinsam mit uns, für unsere Rechte auf die Straße zu gehen.

Unser Fazit, die Justizbehörde hat sich gesprächsbereit gezeigt. Das ist schon viel mehr als wir eigentlich erwartet haben. Mit der Zeit werden wir sehen, ob wir mit der Behördenleitung weiter ins Gespräch kommen können, um die Cannabispolitik mit zu gestalten.

Zusammenfassung der Rede unseres Sprechers

Unser Sprecher Marc Schlosser zeigt bei seiner Rede vor dem Hamburger Strafjustizgebäude auf wie weltweit umgedacht wird. Teile der USA, Kanada, Uruguay und sogar Luxemburg legalisieren Hanf. Nur Deutschland werde immer restriktiver.

Die polizeiliche Statistik für 2018 bildet 30% mehr Anzeigen und Haftbefehle wegen BTM ab. Unser Sprecher meint, dass dies hauptsächlich an der Arbeit der Task Force läge und untermauert dies mit dem Ergebnis einer kleinen Anfrage der Partei Die Linke, welche ergeben hat, dass zwischen Oktober 2017 und März 2018 20000 Personen kontrolliert wurden, bei nur 122 Haftbefehlen.

Für Marc Schlosser ein eindeutiges Indiz, dass die Arbeit der Task Force, bei 75000 Arbeitsstunden, ihren Nutzen verfehlt. Dennoch intensiviert die Polizei noch einmal deutlich ihre Aktivitäten um die Szene stark zu verunsichern. Wir sind verunsichert, so Marc Schlosser weiter und fragt, ob die Polizei so wenig Arbeit habe, dass sie Konsumenten jagen müsse.

Laut einer Studie des DHV aus dem Jahr 2018 entgehen dem Staat jährlich 2,7 Milliarden Euro jährlich. Für Schulen, Soziales und Umwelt sei kein Geld vorhanden. Für die Verfolgung von Cum-Cum Aktien stünden nur 15 Mitarbeiter zur Verfügung, mit der Folge, dass viele Vergehen verjähren werden.

Aber um im Park nach ein paar Gramm Cannabis mit Stöckchen zu suchen, seien 10 Beamte verfügbar, so Marc Schlosser weiter.  Dies sei Steuerverschwendung und nicht verhältnismäßig. 

Auch der Mittelstand werde benachteiligt. Durch Durchsuchungen von CBD Läden würden Existenzen bedroht, welche gerade erst gegründet wurden. Auch beim Anbau von medizinischem Hanf gehe es nicht voran, so unser Sprecher. Die erste, viel zu geringe Ernte, lässt noch immer auf sich warten. Ein Exportland importiert lieber.

Marc Schlosser fordert für den Hanfverband Hamburg, Schluss damit zu machen und vernünftige Gesetze zu erlassen, mit glaubhaftem Jugendschutz und funktionierendem Verbraucherschutz. Mit Steuern für den Staat und nicht für Gewinne für Kriminelle. Denn, so unser Sprecher abschließend, die schlimmste Nebenwirkung bliebe die Strafverfolgung. 

Schluss mit Krimi – Cannabis normal!

Demo Feedback

Am letzten Samstag hatten wir unsere Demonstration „Teufelskreis durchbrechen – Hanf ist kein Verbrechen!“ bei sonnigen 30° C. Georg Wurth, Chef des Deutschen Hanfverband, kam aus Berlin angereist, um gemeinsamt mit unserem Sprecher Marc Schlosser eine Rede vor dem Hamburger Landgericht zu halten.

Dies war ein passender Auftakt der Justizkampagne des Deutschen Hanfverband, die in dieser Woche starten wird. Unsere Demonstration ist mehrere Runden um den Sievekingplatz gelaufen, so dass wir, wie die Prohibition, nicht vom Fleck gekommen sind. Es dreht sich alles nur im Kreis.

Am Samstag war auch „Overdose Awareness Day“. Aus diesen Grunde, hatten wir eine Schweigeminute, für alle Personen, die eine Überdosis erlitten haben.

Wir konnten viele nette und interessante Gespräche führen. Vielen Dank für Euer Feedback! Die Zusammenarbeit mit der Polizei verlief reibungslos. Auch bei ihr wollen wir uns bedanken. Ein paar von uns können sich noch erinnern, wie die Polizei vor 15 Jahren mit uns umgegangen ist. Die Zeiten haben sich geändert!

Die Ortsgruppe Hamburg bedankt sich bei allen teilnehmenden Personen. Wir hoffen, das wir uns spätestens im Mai zum Global Marijuana March 2020 wieder sehen werden.

Besonderer Dank geht noch an FilSuisse, die uns die tolle Teufel-Box gesponsort haben. Die hat dafür gesorgt, dass wir ordentlich gehört wurden. Nicht vergessen dürfen wir unsere eifrigsten Untersützer Amsterdam Headshop , Udopea Head- & Growshop und Headshop Grasweg.

Hanfparade 2019

Auch in diesem Jahr wird im August für die Relegalisierung von Hanf demonstriert.

Hanfparade – Demonstration für die Legalisierung von Cannabis

Ob jung oder alt – die Hanfparade soll mit ihrem politischen Programm für jede/n etwas bieten! Deswegen ist die Hanfparade nicht nur eine Demonstration durch die Stadt Berlin, sondern auch ein zentraler Treffpunkt auf dem Abschlussgelände mit einem vielfältigen Angebot an Informationen:

  • die Hanfparade startet um 12 Uhr, Startprogramm bis 15 Uhr
  • Abmarsch der Demo: 15:15 Uhr
  • Ende mit der großen Abschlusskundgebung von 18:00 bis 22 Uhr

Sa, 10.08.2019 – 12:00 Uhr

Neptunbrunnen/Alexanderplatz, 10178 Berlin