Cannabis reinigt atomare Verstrahlung und Giftmüll

Europa’s größtes Stahlwerk in Taranto, Italien, produzierte bislang über 10 Mio. Tonnen Stahl jährlich; Das sind 40 % der gesamt italienischen Stahlproduktion. Es beschäftigt derzeit ca. 12.000 Mitarbeiter.

Die Region und ihr lokale Wirtschaft, sind nahezu vollständig von dem Stahlwerk abhängig, welches einer der größten Umweltverschmutzer im gesamten mediterranen Raum ist. 
Das Werk ist offenkundig eine Dioxin-Produktionsquelle, und es wird vermutet, dass das der Grund für eine, im landesweiten Vergleich, um 30% höhere Lungenkrebsrate ist. Das Stahlwerk ist derart giftig, dass es ansässigen Bauern, in einem Umkreis von 20 km verboten ist, Viehbestand zu halten.
2008 ordnete die Regierung die Schlachtung von tausenden Schafen und anderen Nutztieren, aufgrund stark erhöhter Dioxinwerte an.

Die Region könnte aufgrund ihrer ländlichen Idylle und schönen Stränden, durch Tourismus viel erwirtschaften, aber das Stahlwerk hält potentielle Besucher fern.
Momentan wird das Werk von der Regierung kontrolliert. Das Gesundheitsamt hatte eine teilweise Betriebseinstellung angeordnet, was jedoch von anderen Teilen der Regierung verhindert wurde. Zudem nahm die Polizei, im Zuge von Ermittlungsarbeiten, Teile des Werks in Beschlag. Die Besitzer wurden schließlich wegen Verursachung einer Umweltkatastrophe, einem schweren Verbrechen in Italien, verhaftet und eingesperrt.
Stahl produziert wird weiterhin. Allerdings in weit geringerem Umfang als einstmals.

Vincenzo Fornaro’s Bauernhof ist nur ca. einen Kilometer von dem Stahlwerk entfernt. Vor über einem Jahrzehnt, musste seine gesamte Schafherde von 600 Tieren geschlachtet werden. Seitdem, darf er weder Vieh halten, noch Saatgut anbauen. Stattdessen baut Vincenzo Fornaro nun Hanf an. Nicht etwa um ihn zu rauchen oder zu verkaufen, sondern um damit die durch das Stahlwerk verursachten Gifte, dem Boden wieder zu entziehen. Fornaro hat einen großen Bestand an Industriehanf angebaut. Er benutzt dabei eine Taktik, die sich pflanzliche Sanierung (Phytoremediation) nennt. Diese Taktik nutzt Pflanzen, um Schwermetalle, radioaktive und andere Schadstoffe herauszufiltern. Industriehanf wurde bereits zur Reinigung von tödlichen Schadstoffen verwendet.
Der berühmteste Einsatz der Phytoremediation fand nahe dem Unglücksort des bislang schwerwiegendsten Atomunfalls, in Tschernobyl, Ukraine statt. Mitte der 1990er Jahre pflanzte die Firma Phytotec in Zusammenarbeit mit Forschern, sowie einer ukrainischen Saatgutbank, tausende Hanfpflanzen in und um Tschernobyl.
Phytoremediation ist ein relativ neues, sehr hilfreiches Verfahren. Bedenkt man, dass es vielerorts in den USA Plätze gibt, die dringend einer gesicherten Reinigung bedürften, könnte dieses Verfahren die Antwort auf viele unserer derartigen Probleme sein. Nichts kann auf verseuchtem Grund gebaut werden, solange sie nicht von Schadstoffen gereinigt sind. Bis etwas Entsprechendes unternommen wird, bleiben solche Orte verseucht. Milliarden werden jährlich in Reinigungsaufwände verseuchter Böden investiert, und die Zeit der Phytoremediation ist gekommen.

Laut Forschern der Colorado State University, ist Hanf sehr effektiv bei der Beseitigung von Cadmium aus versuchten Böden. Das ist praktisch, da es Cadmium Verschmutzungen überall gibt. So kommt es etwa in fossilen Brennstoffen, älteren Pestiziden, sowie vielen anderen Beiprodukten menschlicher Zivilisation. Weil Hanf schnell wächst, tiefe Wurzeln hat, und bei Bodenverschmutzung nicht verkümmert, ist es eine der besten Pflanzen für das Phytoremediations-Verfahren. Eine andere, wunderbare Sache an Hanf ist, dass man ihn nach einer Bodengifte Reinigung noch anderweitig nutzen kann. Zum Beispiel als Schmiermittel, oder andere industrielle Zwecke, als Isolierungsmaterial. Selbst Papier oder Baustoffe, lassen sich aus Hanf gewinnen.Die meisten Schwermetalle scheinen sich in den Blättern abzulagern. Deshalb lassen sich am Besten die Pflanzenstiele und Samen für diese Zwecke nutzen. Es mag nicht gerade vorteilhaft sein, Hanfprodukte aus radioaktiv belasteten Gebieten zu essen oder am Körper zu tragen. Dennoch ist die Nutzung solchen Hanfs für andere Anwendungen sicher. In Italien, wo Hanf zur Entgiftung der Landschaft, sowie der chemischen Gifte des Stahlwerks benutzt wird, beginnen Aktivisten Stahl durch Hanf zu ersetzen. Sie haben ein ganz neues Wohngebäude aus Hanffasern errichtet.

Der Originalartikel ist von Ariana Marisol, freischaffende Autorin für REALfarmacy.com, wurde von mir übersetzt und zuerst am 19.04.2019 auf unserer Facebook Seite veröffentlicht.

Weed Week – Der Hype um Hanf

Im Rahmen der Weed Week des Cannabis Social Club Hamburg e.V. zeigen wir Euch die Arte Dokumentation „Der Hype um Hanf“ .

In Deutschland sind “Anbau, Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz von allen Pflanzenteilen des Cannabis” nach §§ 29 ff. BtMG strafbar. Ausgenommen ist Nutzhanf, doch auch für dessen Anbau benötigt man eine Sondergenehmigung und hat starke Auflagen zu erfüllen. Dieses Prozedere erschwert den Anbau unnötig und erklärt, wieso Deutschland noch verhältnismäßig wenig Nutzhanf anbaut. Im Schnitt etwa soviel wie Österreich oder die Niederlande (ca. 1,500 ha). Im Vergleich zum Vorreiter in Europa, Frankreich mit 17.000 Hektar ein sehr geringer Wert.

In der anschließenden Diskussion liefern wir euch weitere Fakten.

07.05.2019, 18 Uhr

Zentrum für politische Teihabe, Lippmannstraße 57, HH

Kandierte Hanfsamen

200 gr. Hanfsamen
200 gr. Zucker
50 ml. Wasser
1 Pck. Vanillezucker

Zucker, Wasser und Vanillezucker bei hoher Hitze aufkochen, danach Hanfsamen dazu geben und weiter aufkochen bis das Wasser komplett verdunstet ist.

Hitze herunter nehmen und bei ständigem rühren warten bis der Zucker flüssig wird und die Hanfsamen glänzen.

Auf Backpapier abkühlen lassen und danach in kleine Stückchen brechen.